Object: Art Nouveau Table/Mantel Clock
Design: Carl Werner (Villingen, 1900)
Model Number: –
Manufacturer: Carl Werner (Villingen, 1900)
Dimensions in cm (H x W x D): 17 x 13.5 x 13.5
Material: Brass (patinated), enamel
Condition: Original, with age-related wear
Provenance: Private collection, Lower Austria
Literature: Advertisement by C. Werner (clock factory, Villingen, Black Forest)
Additional Information:
This delicate table/mantel clock from the Carl Werner clock factory in Villingen was made around 1900 and is a high-quality example of the artistic self-image of early Art Nouveau. Carl Werner was one of the established clock manufacturers in southern Germany and combined technical precision with a keen sense of contemporary design. His designs reflect a period in which industrial production was consciously linked with artistic aspirations.
[Note: The last sentence about industrial production and artistic merit appears to be a separate, unrelated entry and should be omitted.] The design language alludes to a central theme of the period around 1900: not measurable, external time, but internal, subjective time. This concept permeates the art, literature, and design of the era and finds a precise material expression here. The clock thus becomes not merely an instrument for measuring time, but a vehicle for a state of mind.In its controlled balance of organic line and formal order, the clock shows clear connections to the Vienna Secession and the Glasgow School. In Archibald Knox’s work, it recalls his use of organically abstracted forms that appear spiritually charged yet clearly structured. It fits very well with Knox’s language, which blends Symbolism, Celticism, and Reduction. In Charles Rennie Mackintosh’s work, the clock connects more to his early, Symbolist-influenced metalwork and graphic designs, in which organic lines are deliberately restrained, and less to his most austere furniture designs.
The brass case, with its dark patina, displays an organically flowing, teardrop-shaped silhouette, restrained by a clear axial order and strict symmetry. Softly curved side openings and the gently tapered base lend the clock a sculptural presence, while the brass numerals and hands are deliberately understated and subordinate to the overall composition. The design thrives on the interplay between organic form and symbolic density.
Above the dial, three round, turquoise enameled ornaments create a tranquil, rhythmic accent. Below, a colorfully enameled female face with closed eyes appears, softly sculpted, evocative, and symbolic. It serves as a deliberately placed point of calm and reinforces the clock’s organic character, thus shifting the object clearly toward an inner, pictorial dimension.
As a singular work of art, this clock unites function and meaning into a serene whole. It is a prime example of Carl Werner’s work and of an era in which time was understood not merely as a technical process, but as a cultural and inner experience.
Objekt: Jugendstil Tisch/Kaminuhr
Entwurf: Carl Werner (Villingen, 1900)
Modell-Nummer: –
Ausführung: Carl Werner (Villingen, 1900)
Maße in cm (H x B x T): 17 x 13,5 x 13,5
Material: Messing (patiniert), Emaille
Zustand: original, mit altersbedingten Gebrauchsspuren
Provenienz: Privatbesitz, Niederösterreich
Literatur: Werbeanzeige C. Werner (Uhrenfabrik, Villingen, Schwarzwald)
Zusätzliche Informationen:
Diese zierliche Tisch- bzw. Kaminuhr aus der Villinger Uhrenfabrik Carl Werner entstand um 1900 und ist ein qualitätvolles Beispiel für das kunstgewerbliche Selbstverständnis des frühen Jugendstils. Carl Werner zählte zu den etablierten Uhrenherstellern im süddeutschen Raum und verband technische Präzision mit einem ausgeprägten Gespür für zeitgenössische Gestaltung. Seine Entwürfe spiegeln eine Phase wider, in der industrielle Fertigung bewusst mit künstlerischem Anspruch verknüpft wurde.
Die Designsprache verweist auf ein zentrales Motiv der Zeit um 1900: nicht die messbare, äußere Zeit, sondern die innere, subjektive Zeit. Diese Vorstellung durchzieht Kunst, Literatur und Gestaltung der Epoche und findet hier eine präzise materielle Entsprechung. Die Uhr wird damit nicht allein zum Instrument der Zeitmessung, sondern zum Träger eines geistigen Zustands.
In der kontrollierten Balance von organischer Linie und formaler Ordnung zeigt die Uhr deutliche Bezüge zur Wiener Secession und zur “Glasgow School”. Bei Archibald Knox erinnert sie an seine Arbeit mit organisch abstrahierten Formen, die spirituell aufgeladen und dennoch klar gegliedert wirken. Sie passt sehr gut zu Knox’ Sprache zwischen Symbolismus, Keltik und Reduktion. Bei Charles Rennie Mackintosh findet die Uhr eher Anschluss an seine frühen, symbolistisch geprägten Metall- und Grafikarbeiten, in denen organische Linien bewusst gezügelt werden, weniger an seine strengsten Möbelentwürfe.
Das aus Messing gefertigte, dunkel patinierte Gehäuse zeigt eine organisch fließende, tropfenförmige Silhouette, die durch eine klare axiale Ordnung und strenge Symmetrie gezügelt wird. Weich geschwungene seitliche Durchbrüche und der sanft auslaufende Sockel verleihen der Uhr eine skulpturale Präsenz, während Ziffern und Zeiger aus Messing bewusst reduziert ausgeführt sind und sich der Gesamtkomposition unterordnen. Die Gestaltung lebt vom Spannungsverhältnis zwischen organischer Form und symbolischer Verdichtung.
Oberhalb des Zifferblatts setzen drei rund gefasste, türkis emaillierte Ornamente einen ruhigen, rhythmischen Akzent. Unterhalb erscheint ein farbig emailliertes Frauenantlitz mit geschlossenen Augen, das weich modelliert, emotional und symbolisch wirkt. Es fungiert als bewusst gesetzter Ruhepol und verstärkt den organischen Charakter der Uhr, wodurch sich das Objekt klar in Richtung innerer Bildlichkeit verschiebt.
Als singuläres Kunsthandwerksobjekt vereint diese Uhr Funktion und Bedeutung zu einer stillen Einheit. Sie steht exemplarisch für das Werk Carl Werners und für eine Epoche, in der Zeit nicht allein als technischer Vorgang, sondern als kulturelle und innere Erfahrung verstanden wurde.
Besichtigung nach Absprache in der Hintzerstraße 6 (1030 Wien)
Restaurierung gegen Aufpreis möglich
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| Kreateur | Carl Werner |
|---|---|
| Hersteller | Carl Werner |
| Design Epoche | 1890 bis 1919 |
| Produktionszeitraum | 1890 bis 1919 |
| Hergestellt in | Deutschland |
| Kennzeichnung vorhanden | Dieses Stück verfügt über eine Kennzeichnung |
| Stil | Jugendstil |
| Zustand | Gut — Dieser Vintage/antike Artikel kann einige Gebrauchsspuren wie Kratzer und andere Zeichen der Zeit aufweisen. |
| Laut einer Elektrofachkraft ist das Produkt im funktionstüchtigen Zustand. | |
| Details über Schäden und Restaurierungen |
Leichte altersbedingte Gebrauchsspuren, Altersbedingte Patina, Zustand: original, mit altersbedingten Gebrauchsspuren
Zustand: original, mit altersbedingten Gebrauchsspuren
Automatisch generierte Übersetzung |
| Artikelnummer | TSV-2432796 |
| Material | Messing, Emaille |
| Farbe | Azurblau, Blau, Gold, Grau, Rot |
| Breite | 14 cm 13.5 cm |
| Tiefe | 14 cm 13.5 cm |
| Höhe | 17 cm 17 cm |















































































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